Tag 3: Bormio nach Alessandria durch die Südschweiz

Heute erwartete uns die 3. Etappe durch die Schweiz. Entgegen der offiziellen Empfehlung aus dem Roadbook verzichteten wir auf den ersten Abschnitt über den Julierpass und St. Moritz, da wir wussten dass der Zeitrahmen heute wieder sehr eng war, zumal wir es rechtzeitig zum Day 3 Get Together im Piemont schaffen wollten. Stattdessen fuhren wir direkt das auch sehr schöne Veltlin runter und via Chiavenna den Splügenpass (die heutige Road Mission 1) hinauf in die Schweiz.

 

Für einmal war es Glück, dass wir uns beim Frühstück Zeit gelassen hatten. Denn bereits mitten im Veltlin erreichte uns per WhatsApp-Gruppe die Info, dass der Splügenpass wegen eines Radrennens bis Mittag gesperrt sei. Einige Teams mussten deshalb die Road Mission aufgeben (und Punkte verlieren) oder mehrere Stunden warten. Als wir jedoch den Splügen erreicht hatten, war die Strasse bereits wieder frei, so dass wir unsere Ziele (zumindest fast) ungehindert weiterverfolgen konnten. Allerdings ist auch am Splügen die Strasse sehr eng und steil und die weiterhin vielen Rad- und Autofahrer führten zu wiederholten Staus und steilen Anstiegen im Schritttempo.

 

Als der Splügen hinter uns lag, ging es dann aber auf der Schweizer Seite zügig vorwärts zum San Bernardino. Mehr als ein kurzes Sandwich lag beim Mittagessen nicht drin. Sehr entspannt gestaltete sich die Fahrt über den San Bernardino: da die meisten Fahrzeuge die Schnellstrasse und den Tunnel nehmen, waren auf der Passstrasse fast nur noch Rallye-Teilnehmer unterwegs. Auf der anderen Seite genossen wir die Aussicht bei der Abfahrt ins Misox und machten dann Gebrauch von einer Ausnahmeregel: Weil möglichst viele Teilnehmer rechtzeitig zum Get Together kommen sollten, hatte das OK 75 Kilometer Autobahn pro Team freigegeben. Um die dicht befahrenen Verkehrsknotenpunkte im Tessin zu umgehen, nutzten wir unsere Freikilometer zwischen Mesocco und Mendrisio und kamen so sehr zügig voran.

 

Auch in der Lombardei (Italien) wären wir ganz zügig vorangekommen, hätte uns nicht die italienisch entspannte Art zu verwalten einen Strich durch die Rechnung gemacht:

Eine wichtige Verbindungsbrücke über den Ticino an der Südspitze des Lago Maggiore war offensichtlich seit langem für Revisionsarbeiten gesperrt. Leider war dies weder frühzeitig angekündigt, noch eine Umleitung signalisiert worden, so dass wir schliesslich über 30 Minuten Zeit verloren, um einen anderen Weg zu finden. Nichtsdestotrotz erreichten wir schliesslich vor Einbruch der Dunkelheit die Villa Gropella, wo sich alle Teams zum Get Together einfanden. Bei Barbecue und kühlen Drinks liessen wir schliesslich den langen Tag ausklingen, bewunderten die schönen Young- und Oldtimer und tauschten Rallyerfahrungen aus.

Morgen geht's über Turin nach Frankreich.

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