Tag 2: Cortina d'Ampezzo nach Bormio über Drei Zinnen

Heute erwarteten uns 400 anspruchsvolle Strassenkilometer. Zunächst fuhren wir durch abgelegene Bergdörfer zum Naturpark Drei Zinnen/Tre Cime und genossen die eindrücklichen Ausblicke auf die steil hochragenden Dolomitengipfel und die ewig weiten überwiegend mit Nadelwäldern bewachsenen Hügel.

Fast schon nebenbei erledigten wir den Task of the day: "The Italian Job". Es galt, drei Mini Cooper, zwei Jaguar E-Type oder einen Lamborgini Miura P400 einzufangen. Die Minis waren dabei im Gegensatz zu den anderen sehr oft anzutreffen.

Dann führte unser Weg über einen kurzen Abstecher durchs Südtirol nach Cortina d'Ampezzo. Hier erwartete uns der steile Anstieg zur ersten heutigen Road Mission, dem Passo di Giau.

Weiter ging es nach einem kurzen Mittagessen über den Passo Fedaia nach Canazei. Ein kurzer aber heftiger Regenschauer liess uns das Cabrio vorübergehend schliessen.

Damit waren die Bergstrecken vorerst geschafft und wir mussten auf schnellen Landstrassen rasch viele Kilometer hinter uns bringen, um die weite Distanz noch bei Tageslicht schaffen zu können. Wir kamen aber gut voran: über Mezzolombardo ging es nach Ponte di Legno, wo uns die zweite Road Mission des Tages erwartete:

Der Passo del Gavia. Und dieser hatte es in sich: Der Anstieg war extrem steil mit bis zu 15% und sehr kurvig, die Passstrasse teilweise nur wenig breiter als ein Auto und die Strassenmarkierungen alt und verblichen. Dies wurde alsbald zum Problem, als wir die Wolkendecke auf 2'000 m. ü. M. erreichten und im Nebel die Sichtweite auf wenige Meter sank. Das ganze unter dem Zeitdruck der langsam hereinbrechenden Abenddämmerung machte die Überfahrt sehr anspruchsvoll. Zu allem übel kamen uns an den engsten Stellen erst ein breiter und flacher gelber Ferrari und später ein grosser Dodge Ram entgegen, welcher aber zum Glück gekonnt rückwärts setzte. Nachdem die Passhöhe mit grosser Anstrengung erreicht war, gestalte sich die Abfahrt nach Bormio dann glücklicherweise recht kurz und schmerzlos. Hier gönnten wir uns nach insgesamt 9 Stunden auf der Strasse noch ein leckeres Abendessen und fielen erschöpft ins zum Glück vorreservierte Hotelbett. Bis morgen auf der dritten Etappe ins Piemont!

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